Boreout - Biografien der Unterforderung und Langeweile: Eine by Elisabeth Prammer

By Elisabeth Prammer

Der in der Leistungsgesellschaft sozialisierte Arbeitnehmer ist es gewohnt, jede Minute seiner Zeit zu nutzen. Trifft er in seiner Arbeitswelt auf Strukturen, die einen Leerlauf provozieren, wird er dadurch belastet. Elisabeth Prammer zeigt, dass Boreout unter gewissen Bedingungen eine erwartbare Begleiterscheinung der modernen Arbeitswelt darstellt. Sie untersucht die Verkettung der Betroffenen in eine Handlungsstrategie, die eine Negativspirale auslöst. Die meisten Betroffenen wählen paradoxe Verhaltensstrategien und täuschen vor, viel zu tun zu haben. Kann das challenge nicht angesprochen werden, wählen die meisten Betroffenen die innere Kündigung. Anhand biografischer Interviews entwickelt die Autorin eine weiterführende Charakterisierung des Phänomens und der Betroffenen.

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Boreout - Biografien der Unterforderung und Langeweile: Eine soziologische Analyse

Der in der Leistungsgesellschaft sozialisierte Arbeitnehmer ist es gewohnt, jede Minute seiner Zeit zu nutzen. Trifft er in seiner Arbeitswelt auf Strukturen, die einen Leerlauf provozieren, wird er dadurch belastet. Elisabeth Prammer zeigt, dass Boreout unter gewissen Bedingungen eine erwartbare Begleiterscheinung der modernen Arbeitswelt darstellt.

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Rothlin und Werder sehen eines dieser Substitutionsmedien im Computer und dem Internet. Trotzdem kann damit das Gefühl der Langeweile nicht wettgemacht werden. Es strengt noch mehr an. Ein Grund dafür könnte folgender sein: "Die Erlebnisse haben in sich keine Zusammenhänge, bzw. " (Bleistein 1973:24-25) Für ihn fehlt es schlichtweg an der Reifung des Prozesses durch das anwendende Individuum. Wer versucht sich durch Substitution abzulenken, ändert nichts an der Ursache und wird daher in der Situation weiter verharren.

54 7 Methode Im Auswertungsprozess wurden detaillierte wörtlich kommentierte Transkripte der gesamten Gespräche und Auswertung (Gesamtumfang: 737 Seiten) angefertigt und anhand inhaltsanalytische Kodierung ausgewertet. Dabei wurde über "auslassen (Propositionen auslassen, bedeutungsgleiche Stellen auslassen), generalisieren (durch begrifflich übergeordnete Propositionen ersetzen), konstruieren (Sachverhalt als Ganzes kennzeichnen), integrieren, selektieren (zentrale Propositionen unverändert beibehalten) und bündeln" (nach Mayring 2002:95) ein Protokoll erstellt.

Oder ich habe kleine Artikel geschrieben. "24 Wieder wird der Begriff Langeweile mit Sinnhaftigkeit gekoppelt. Die größte Sinnlosigkeit, die er beschreibt, um sich die Zeit zu vertreiben, war das Karten Spielen. Kollegen, die einem gewogener sind, werden zu Tratschpausen genutzt. Manchmal gibt es auch eine längere Mittagspause. Das hinge allerdings von der Infrastruktur ab, denn gibt es an manchen Dienstorten nicht viel Abwechslung oder Vergnügen, dann nutzt auch keine längere Mittagspause. Das Verlängern der Mittagspause und Trödeln wäre für ihn allerdings "Beamtenmanier"25.

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